
„Seit März sitzt der Stuttgarter Luigi Pantisano, aufgewachsen in Waiblingen, für die Partei Die Linke im Bundestag. Nicht nur sein Weg dorthin hat mit dem üblichen Karrieregang von Parlamentariern wenig zu tun – er macht, seit er drin ist, auch einiges radikal anders als der durchschnittliche Abgeordnete: Er setzt jeden Monat einen guten Teil seiner Diät für soziale Zwecke ein; neulich zum Beispiel hat er eine Schwarzfahrerin aus dem Gefängnis freigekauft.
„Genau genommen“ habe er nun „netto weniger als vorher“, aber er findet, es ist richtig so. Denn erstens: Als Abgeordneter habe er genug Privilegien, bekomme eine Bahncard 100 und erwerbe mit jedem einzelnen Jahr der Bundestagszugehörigkeit einen Pensionsanspruch von 296 Euro; macht nach einer vollen Legislaturperiode fast 1200. Zweitens: Hier gehe es um „Glaubwürdigkeit“ – Die Linke fordere schließlich höhere Steuern für Reiche und gerechtere Bezahlung für Arme.“

