
„Er betreibt in seinem Stuttgarter Wahlkreis das Stadtteilzentrum Linkseck und ein Regionalbüro in Konstanz, wo er früher lebte und 2020 fast Oberbürgermeister geworden wäre.
Dort bieten seine Mitarbeiter und er Sozialsprechstunden an, etwa für Mieter, die mit steigenden Wohnkosten zu kämpfen haben. Dieser Schwerpunkt der Parteiarbeit hat Die Linke vor allem für junge Menschen wählbar gemacht und fast in den Landtag gebracht.
Für seine Anhänger ist Pantisano ein engagierter Sozialpolitiker. Für seine Gegner im Stuttgarter Rathaus war der Architekt und Stadtplaner lange vor allem ein Provokateur. Seine Reden im Gemeinderat waren selten diplomatisch. Wenn er soziale Ungerechtigkeiten witterte, sagte er das genau so.
Fraktionschefin Heidi Reichinnek beschreibt ihn als Vermittler innerhalb der Fraktion. Sie sei froh, „dass Luigi immer daran gearbeitet hat, die verschiedenen Anforderungen, Vorstellungen und Wünsche unter einen Hut zu bringen“. Auch wenn Diskussionen hitzig seien, schaffe er es, auf das Wesentliche zu fokussieren, konstruktiv zusammenzuführen und Leute einzubinden. Die von Parteichefin Ines Schwerdtner ausgerufene „revolutionäre Freundlichkeit“ habe Pantisano „wie kaum ein Zweiter in die Tat umgesetzt und vor allem dabei geholfen, auch die ältesten Gräben zuzuschütten“.“

