
Am 26. September sind bundesweit rund 175.000 Menschen dem Aufruf des DGB und seiner Mitgliedsgewerkschaften gefolgt. Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ fanden in 15 Großstädten Demonstrationen und Kundgebungen statt. In Stuttgart kamen nach Angaben des DGB 16.000 Menschen auf den Schlossplatz, in Freiburg weitere 4.500. Auch ich war in Stuttgart dabei und habe gemeinsam mit Beschäftigten aus den Betrieben der Region gegen die Kürzungspläne der Bundesregierung protestiert.
Wir wehren uns gegen eine Politik, bei der Beschäftigte länger und flexibler arbeiten sollen, Befristungen ausgeweitet werden und der Achtstundentag zur Debatte steht. Gleichzeitig drohen Einschnitte bei Rente, Gesundheit, Pflege, Wohngeld, sozialer Arbeit und im öffentlichen Dienst. Wir fordern den Erhalt des Achtstundentags und des Arbeitszeitgesetzes, eine verlässliche Rente und eine gerechte Finanzierung von Gesundheit und Pflege.
Wir sagen klar Hände weg vom Achtstundentag, von der Rente und von der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Es kann nicht sein, dass Hunderte Milliarden in Aufrüstung fließen, während Beschäftigte, Rentnerinnen und Rentner und Kranke die Rechnung zahlen sollen. Das Geld ist da, es muss nur bei den Superreichen und Konzernen geholt werden. Der Sozialstaat ist kein Geschenk, er ist hart verdient. Und wir verteidigen ihn gemeinsam, auf der Straße und im Betrieb.
